Es gibt jetzt im Moment nichts zu tun

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Gestern sah und hörte ich mir ein Video bei Rubikon.news an, mit dem Titel „Das Schweigen der Eierköpfe“ in dem u. A. Gunnar Kaiser und Matthias Burchardt miteinander über das große Schweigen der Kulturszene sprachen. Relativ zum Ende des Gespräches machte Herr Burchardt einen Kommentar, der mich dazu veranlasst hat, diesen Beitrag zu verfassen, weil er haargenau die Situation beschreibt, in der wir uns gesamtgesellschaftlich befinden und für die ich als Individuum keine passenden Worte finden konnte, die ich aber besonders in diesen trüben Wintermonaten sehr stark fühle und spüre. Ich für mich habe dieses Gefühl als eine Art Bedrückung wahrgenommen, wie Wände, die immer näher kommen. Ich erinnere mich dabei an eine Szene aus einem Film der Star Wars Reihe, in dem Han Solo, Chewbacca und Prinzessin Leia in einen Müllschacht fallen und nach einer kurzen Orientierungszeit die Wände auf sie zukommen und kurz davor sind, die drei zu zermalmen. Hinzu kommt bei mir eine große Sehnsucht nach Ruhe und der Natur, nach Weite und Geborgenheit. Diese Sehnsucht fand ich auch in Klaus Mann`s Roman „Der Vulkan“ wieder, in dem er einem der Protagonisten sagen lässt:

„>>Außerdem sehne ich mich unaussprechlich nach Ruhe.<< Sein erschöpfter Blick und das überanstrengte Lächeln bestätigten, wie stark sein Ruhebedürfnis war. >>Irgendwo muss es doch still sein…<< Es klang mehr fragend als überzeugt. >> Irgendwo in einer wilden, reinen Landschaft – in einer Luft, die noch nicht vergiftet ist vom Lärm der Propaganda, von den Lügen der Politik. Ich träume von Urwäldern oder grenzenlosen Prärien, von Steppen oder Gebirgen…Die Gegend, die mir Heimat werden soll, mag öde sein; aber ich verlange Unschuld von ihr, wie von einer Frau. Die Große Gabe, die ich von ihr erflehe, heißt: Stille…<<“ (K. Mann, 1981, S. 487)

Woher kommt nun also dieses Gefühl der Bedrückung, diese Sehnsucht nach Ruhe und der Natur, die nicht nur ich verspüre, sondern offensichtlich schon Generationen vor mir, die in einer ähnlichen Situation waren?!

Um nun auf Herrn Burchardt zurück zu kommen, er spricht in diesem anfangs erwähnten Videogespräch sinngemäß von einer >> kulturellen Amnesie, in der das Alte (bekannte) nicht mehr gilt und das Neue noch nicht da ist. Ein disruptives Ereignis (damals die Machtergreifung der Nationalsozialisten, heute die des Corona Regimes), in der es plötzlich keine Kontinuität in der Geschichte gibt, an die sich anknüpfen lässt. Wir fühlen uns abgeschnitten von unserer Existenz und der Zeit vor Corona. <<

Von heute auf morgen wurden wir zu Staatsfeinden, zu Aussässigen, unsere Grundrechte gelten nicht mehr, ein Anschluss an die Gesellschaft ist nicht mehr gegeben.

Weiter Burchardt: „Die Zeit vergeht überhaupt nicht, ich fühle mich wie in einem Wartezimmer zum Tode, das keinen Ausweg kennt, in dem ich Gefangen bin und kann gar nicht aus eigener Kraft neue Lebensereignisse generieren und zugleich bin ich abgeschnitten von jeder möglichen Zukunft und der Vergangenheit.“

Die existenziellen Brüche, die jeder von uns auf die ein oder andere Art gerade erlebt, und derer man sich nicht entziehen kann, führen dazu, dass  man sich eigentlich gerade neu erfinden muss und zugleich sind alle Gelegenheiten entzogen darauf Zugriff zu nehmen. Wir befinden uns in einem Vakuum im gesamtgesellschaftlichen Raum. ( siehe Burchardt im oben erwähnten und verlinkten Video)

Genau dieses Vakuum, die fehlende Lebenskontinuität, das entfremdet sein von der Wirklichkeit, das Warten auf weitere Ereignisse macht diese Zeit gerade unerträglich und führt zu diesem Anfangs beschriebenen Gefühlen in mir. Herr Burchardt hat mir geholfen diese in Worte auszudrücken.

Es ist eine Zeit in der es für mich gerade nichts zu tun gibt und daher tue ich auch nichts. Wobei auch das nicht ganz stimmt, ich befinde mich seit über zwei Jahren in einer ganzheitlichen Transformierungsphase und mache eine intensive Trauma-Therapie, die mich viel Kraft und Geduld kostet, bei der ich manchmal sprichwörtlich durch die Hölle gehe. Ich konnte mich aber dank dessen aus dem Hamsterrad befreien. Mein Körper gönnt und holt sich das Bedürfnis nach Ruhe gerade radikal. Meine Seele hat vermutlich schon viel länger danach geschrien, aber da wir in unserer Ablenkungs- und Konsumgesellschaft so wunderbar die Zeichen der Zeit überhören und immer funktionieren sollen, sucht sich die Seele dann den Weg über den Körper. Und der Körper kennt kein Erbarmen. Meiner scheint mir manchmal besonders radikal zu sein, aber ich bin dankbar, da er mich zusammen mit meiner inneren Stimme Stück für Stück auf den richtigen Weg führen wird.

Somit ist mein Nichts-Tun eher ein produktives Nichts-Tun, ein zutiefst kreativer und heilsamer Prozess, in dem ich zu mir selber finde und darf damit durchaus als revolutionärer Akt bezeichnet werden. Ein loslassen des Alten und ein Vertrauen darauf das etwas neues kommt sobald die Zeit dafür reif ist.

Um Lao-tse zu zitieren: Der Weg zum Tun ist zu sein.“ Und daher bin ich gerade einfach. Erich Fromm sagt dazu in seinem Buch „Haben oder Sein“, >>der „Seinsmensch“ vertraut auf die Tatsache, dass er ist, dass er lebendig ist und dass etwas neues entstehen wird, wenn er nur den Mut hat loszulassen.<< ( E. Fromm, 1997, S. 43)

Zu dem Bedürfnis nach Ruhe schreibt Fromm: „Es handelt sich nicht um Ruhe an sich in dem Sinne, dass man jegliche physische oder geistige Anstrengung meidet; es geht um Ruhe im Sinne der Wiederherstellung vollständiger Harmonie zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur“ (E. Fromm, 1997, S. 57)

Genau diese Harmonie, die Verbindung von Mensch und Natur ist uns abhanden gekommen. Wir haben vergessen, was es heißt Mensch zu sein, im Einklang mit der Natur zu leben. Die Natur kann uns nämlich die verloren gegangene Orientierung zurück geben, das Vakuum füllen.

Die Natur ist ordnend, sie ist im Einklang mit den kosmischen Rhythmen. Sie folgt dem Lauf der Sonne, dem Gang des Mondes und den Bewegungen der Sterne. Die Natur ist heil. Deshalb kann ein Hineingehen in die Natur eine wirkliche heilende, echt sättigende Wirkung auf uns haben. Sie lässt uns wieder teilhaben am Ganzen. (Wolf-Dieter Storl, 2021,  S.23)

Das Hineingehen in die Natur ist im allgemeinen in der heutigen Zeit, aber auch im speziellen in einer Großstadt lebend, eine große Herausforderung. Wo findet man noch unberührte Natur? Der Mensch erobert sich jedes Fleckchen Erde, treibt Raubbau, verlegt überall Beton und Leitungen. Auch das Nichts-Tun ist nicht immer einfach. Das Gehirn möchte beschäftigt werden, fordert neuen Input, führt Monologe über jegliche Gedankenfetzen die vorbei schweben. Das Smartphone schreit nach Aufmerksamkeit, die neuesten Nachrichten möchten bitte gelesen werden. Alte Verhaltensweisen klopfen an die Tür. Das Ego hat auch noch ein Wörtchen mitzureden, ist nie satt. Es redet uns ein, dass wir noch dieses und jenes brauchen, noch nicht klug genug sind, nicht schön genug. Es entsteht ein Mangelgefühl. Dieser Mangel wird dann durch Konsumgüter befriedigt und kompensiert. Doch wirklich satt werden wir dadurch nicht, die innere Leere bleibt. (vgl. Storl, 2021, S.23)

Was ist also die Lösung?

„Nur in dem Maße, in dem wir die Existensweise des Habens bzw. des Nichtseins abbauen (das heißt aufhören, Sicherheit und Identität zu suchen, in dem wir uns an das anklammern, was wir haben, indem wir es „be-sitzen“, indem wir an unserem Ich und unserm Besitz festhalten), kann die Existenzweise des Seins durchbrechen. Um zu „sein“, müssen wir unsere Egozentrik und Selbstsucht aufgeben bzw. uns „arm“ und „leer“ machen, wie es die Mystiker oft ausdrücken (E. Fromm, 1997,  S. 89)

Dann hört auch die Destruktivität auf, das Zerstörerische. Der Mensch findet sein Glück oder inneren Frieden im Lieben, Teilen und Geben. Sich hinein be-geben in die Natur, sich auf sie einlassen, mit ihr in Verbindung und Schwingung kommen, führt dazu, näher bei uns selbst zu sein. Wir erkennen wer wir sind; ein Teil der Natur, ein Teil des Ganzen. Mit dieser Erkenntnis ist es unmöglich, gar Wahnsinn, die Natur weiterhin zu zerstören, da wir uns damit selbst zerstören. Das widerspricht jedoch unserem Selbsterhaltungstrieb.

Die Antwort auf die Frage nach einer Lösung, danach was nach den Montagsspaziergängen, nach den Demos, nach Corona kommt, ist für mich daher ein einfaches Leben, ein Leben in Einklang mit der Natur, in Harmonie. Denn ein einfaches Leben ist ein besseres Leben (vgl. Storl, 2021,  S.23)

Dieses einfache Leben ist aber nur unter den Voraussetzungen möglich, dass ein fundamentaler Wandel der menschlichen Grundwerte und Einstellung ( der menschlichen Charakterorientierung) im Sinne einer neuen Ethik und einer neuen Einstellung zur Natur eintritt. (vgl. E. Fromm, 1997, S.20)

Vielleicht ist die Plandemie daher eine große Chance für unsere Gesellschaft, das Vakuum im gesamtgesellschaftlichen Raum, dass durch das disruptive Ereignis entstanden ist, zu schließen; die Möglichkeit zum Wandel. Denn mal ehrlich, wer möchte denn zurück in die Zeit vor Corona? Als wenn vorher alles gut war. Wir waren nur zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, haben es uns zu bequem gemacht. Aber diese Bequemlichkeit ist vorbei, die Komfortzone darf verlassen werden!

„Zum ersten Mal in der Geschichte hängt das physische Überleben der Menschheit von einer radikalen seelischen Veränderung des Menschen ab. Dieser Wandel im „Herzen“ des Menschen ist jedoch nur in dem Maße möglich, in dem drastische ökonomische und soziale Veränderungen eintreten, die ihm die Chance geben, sich zu wandeln, und den Mut und die Vorstellungskraft, die er braucht um diese Veränderung zu erreichen. (E. Fromm, 1997, S.21)

Ich wähne mich daher auf einem guten Weg. Die Zeichen der Zeit sind erkannt. Alles weitere wird sich finden, der innere Entwicklungsprozess geht weiter. Das bedrückende Gefühl, die Sehnsucht nach Ruhe, wird nicht von heute auf morgen verschwinden, aber ich habe mir mit diesem Text selber den Weg gewiesen. Alles was wir brauchen, ist eben schon in uns. Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstupser, in diesem speziellen Fall Herrn Burchardt und im allgemeinen die von mir zitierten Denker und Philosophen Erich Fromm, Wolf-Dieter Storl und Klaus Mann, die mich die letzten Wochen und Monate begleitet haben. Nicht zu vergessen natürlich mein Heilpraktiker und meine Familie, ohne die ich nicht hier wäre, wo ich gerade bin.  Danke!

Zum Abschluss möchte ich noch einmal Klaus Mann aus seinem Roman „Der Vulkan“ zitieren, der zu seiner Zeit offensichtlich genau die gleichen Gedankengänge hatte und somit eine Brücke schlägt zu unserer kulturellen Vergangenheit.

Ich ertrage es einfach nicht mehr-; dieses Monologisieren; dieses In-den-luftleeren-Raum sprechen…Denn wir sprechen doch ins Leere, niemand hört uns zu, das ist so beschämend…Die Ereignisse gehen ihren Gang[…] Oft fühle ich mich so entfremdet der Wirklichkeit, so ausgestoßen vom echten Leben; isoliert, vereinsamt [..] Dann richtete er sich auf, Miene und Haltung wurden zuversichtlich..>>Man muss diese Isolierung durchbrechen können..<< Er atmete stärker – beinah schon befreit. >> Das einfache Leben wird die Rettung sein. Auf den geistigen Hochmut verzichten; sich einordnen (in die Natur; Anmerkung von mir), arbeiten – mit den Fäusten arbeiten (Selbstermächtigung; Anmerkung von mir) -: das ist die Rettung! Das ist die Erlösung!<<“ (Klaus Mann, 1981, S. 485)

Quellenverzeichnis:

Video mit Matthias Burchardt: https://www.rubikon.news/artikel/das-schweigen-der-eierkopfe

Klaus Mann, 1981, Der Vulkan, Roman unter Emigranten, Rowohlt, Hamburg

Erich Fromm, 1997, Haben oder Sein, dtv, München

Wolf-Dieter Storl, 2021, Erkenne dich selbst in der Natur, Knaur, München

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  • Ein schöner Text, mit dem du wahrscheinlich die Empfindungen von Millionen Menschen in Deutschland getroffen hast. Ich würde das fast zu hundert Prozent unterschreiben. Nur in einem Punkt bin ich nicht deiner Meinung, nämlich, was die vermeintlich einzige Rettung des Menschen im einfachen Lebens anbelangt. Was du in deinem Text getan hast, ist doch folgendes: du hast philosophiert. Und das Philosophieren hat dir gut getan. Philosophieren ist nun aber alles andere als „einfach“, im Gegenteil: Die Möglichkeit zum Philosophieren ist nur uns Menschen gegeben. Sie ist sozusagen in unserer Spezies immanent als Anlage vorhanden. Wenn wir also etwas so Kompliziertes tun wie Philosophieren, verhalten wir uns unserer Natur gemäß. Okay, das gilt jetzt nicht für Anna Lena Baerbock oder Olaf Scholz – denen ist jede Philosophie fremd. Aber mich zum Beispiel hast du mit deinem Text erfreut, weil du mich zum Nachdenken angeregt hast. Als ehemals nebenberuflicher Naturfotograf verstehe ich dennoch, was du meinst. Ich zum Beispiel denke in den letzten Wochen immer wieder: Wandere nach Neu Guinea aus; verkrieche dich im Regenwald; erforsche Vogelschwingen-Falter und Eupholus-Käfer… vielleicht bleibt uns irgendwann keine andere Möglichkeit mehr, als solchen Eingebungen zu folgen.

    • Vielen Dank für deine Antwort auf meinen Text Marc! 🙂 Ich habe mir fast gedacht, dass jemand Anstoß nimmt an der Lösung des einfachen Lebens. Mir fiel nach dem Verfassen des Textes auf, dass ich das einfache Leben ,bis auf im Einklang mit der Natur leben, gar nicht richtig definiert habe. Was ist dieses einfache Leben und ist es am Ende wirklich so „einfach“? Darüber ließe sich sicher noch gut philosophieren. Am Ende habe ich den Text vermutlich wirklich mehr für mich geschrieben und ich bin mir bewusst, dass das keine allgemeine Lösung für die real politischen Probleme bietet. Aber vielleicht im einzelnen. Wovon ich aber wirklich sehr überzeugt bin, ist der Gedanke dass der Mensch einen Wandel in seiner Charakterorientierung hin zum Seinsmenschen vollziehen sollte. Ich glaube damit ließen sich tatsächlich einige Probleme lösen und harmonischer leben.

      • Da bin ich absolut bei dir. Und die Freude am Philosophieren merkt man dir an. Sonst würdest du auch keine solchen Bücher lesen.

  • Pingback:Tag 85, 26.01.2022: Migräne – the natwork
  • Lieber Sascha, vielen Dank für Deinen Text. Ich finde darin nicht nur wunderbare Zitate und heute wieder so passende Gefühle, besonders stark formuliert von Klaus Mann, sondern auch den von mir geschätzten Burchardt, dessen Podcasts ich fast regelmäßig verfolge. Wie er mit Böttcher redet und es immer wieder mit seinem Wortwitz schafft, auch dem Schweren etwas Leichtes zu geben, ist tröstlich und inspirierend zugleich.
    Und dieses Einsfühlen in der Natur, im Takt. Schön, dass Dir das Schreiben so leicht fiel. Der Text ist eigentlich selbst eine gelungene Mischung aus Sich-selbst-Finden, sowohl in der lebendigen Umgebung, die gut tut, als auch dem Sich-einsam- und Allein-Fühlen neben Mit-Menschen, die den Zugang zu sich verloren haben. Burchardt sprach in dem von Dir erwähnten Beitrag von der ‚metaphysischen Heimatlosigkeit‘ der Moderne, deren Endstufe wir in unserer Zeit erleben.
    Die Tagebücher der Anna Haag habe ich immer noch nicht ‚durch‘, dafür lese ich eine psychoanalytische Abhandlung über ‚Angst‘ von Jeannette Fischer, die kürzlich mit Gunnar Kaiser sprach. Ihre flotte und selbstbewusste Ausstrahlung und ihre Beobachtungen über die Machtspiele auch von Müttern auf ihre Kinder haben mich gereizt, etwas mehr von ihren Erkenntnissen in Erfahrung zu bringen. Wir sind alle so konditioniert durch unsere Erziehung, die Kultur, ja eben die Kultivierung, dass wir kaum nachdenken über die Zusammenhänge, warum wir wie agieren und zumeist nur funktionieren.
    Sich bewusst zu werden, wie alles zusammen-hängt, ist ein ständiger Prozess des Reflektierens und des Ein-Sehens. Und am befriedigensten für einen selbst, wenn wir daran weiter stricken dürfen. Ich hoffe, das gelingt Dir noch ganz oft !

  • Hallo Sascha, du beschreibst ganz schön deinen Prozess, deinen Weg, deine Suche, was dich bewegt und wonach du dich sehnst. Es ist eine Entdeckungsreise vor allem nach innen. Mir hilft auf diesem Weg das Sitzen in der Stille. Eine einfache Form der Zen Meditation.“ Übe“ ich seit Jahren. Dabei spielt das „Nicht Tun“ eine wichtige Rolle und ja, die „Stille“ die du erwähnst und erfahrbar machen möchtest. Stille ist einfach da, man kann Stille nicht machen. Hocke auf meinem Kissen im halben Lotussitz und lenke meine Aufmerksamkeit auf die Atembewegung. Mehr und mehr wird dieser Vorgang selber Stille. Mehr und mehr ist nichts anderes als Stille.. Es genügt auf die Stille zu horchen, sie bringt mich dahin wo ich gerade bin, hier jetzt auf meinem Platz, in diesem Raum. Jetzt. Da fällt mir ein Gedicht von Silvia Ostertag ein:

    Blütenduft

    Wie kann man seine Sinne nur zum Schweigen bringen?
    Dieser Blütenduft der da durchs Fenster weht.

    Man muss nichts zum Schweigen bringen.

    Schweigt er nicht selbst dieser Blutenduft?

    BG Peter

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