Gedanken zum Karfreitag

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Gedanken zum Karfreitag

Von: Lile an Eden-Eden on Earth (Gabriela)

Ich bin Jesus, oder Issa, wie ich ihn nenne, oft begegnet.
In den Steinwüsten Syriens, mit staubigen Kleidern wandernd, erschien er wie eine Verheißung am Horizont, in den Felsenklöstern Maalula’s, wo ich das erste Mal das „Vater Unser“ auf Aramäisch hörte. Ich begegnete ihm unter den alten Eichen Glastonbury’s, das er, einer Legende nach, mit Joseph von Arimathea als Kind besucht hatte.

Ich begegnete ihm in Atlantis, als der Keim seiner späteren Mission bereits in seiner Seele gepflanzt war und er als Priester diente. Ich begegnete ihm in den „Essener Erinnerungen“ von Anne und Daniel Meurois Givaudon, und in Khalil Gibrans „Jesus Menschensohn“

Mehr als alles begegnete ich ihm in meiner eigenen Seele, in meinem Herzen, als Bruder, als Geliebter, als Verbündeter, als Freund, als das verwirklichte „Ich Bin“ in der Welt.

Meine Wut, meine Leidenschaft, mein Schmerz, meine Liebe, meine Wahrheit, mein Sehnen fanden in ihm ein Verstehen, ein Aufgehobensein, ein Ankommen. Wenn gefühlt niemand sonst mehr da war, er war da. Ein See der Klarheit, eine Quelle der Inspiration, eine ewig sich aus sich selbst speisende Flamme, manchmal auch ein fast gebrochener Mensch.

In den jungen Jahren spüre ich ihn wütend, kämpfend, aufbegehrend gegen das Konservierte, die Lüge hinwegfegend und irgendwann trat Stille ein, Gelassenheit, non-reaction..nur schöpferisches Sein im Dienst der Liebe, der er diente.

In den Kirchen begegnete ich ihm nie, auch nicht als am Kreuz gestorben. Für mich hat er das ans Kreuz von Zeit und Raum genagelte Menschsein transzendiert und den Stern geboren, der aus der Mitte des Kreuzes erblüht. Das Selbst im Menschsein verwirklicht, Schöpfer und Schöpfung vereint im Bewusstsein.

Ich habe mal gefragt, warum es so viele verschiedene Geschichten über ihn gibt. Ein Engel sagte mir, er sei ein vollbewusstes universelles Wesen, auf schier unendlichen Zeitlinien präsent. Was immer Menschen über ihn glauben, sei wahr und wirkmächtig für sie. Er sei in allen Versionen seines Seins präsent und jeder könnte ihm, seiner Auffassung gemäß begegnen.

In mir ist unendliche Liebe für dieses Wesen, das ich Issa nenne. Einer seiner größten Geschenke ist die Selbsterkenntnis. Ein Blick seiner Augen, eine „Begegnung“ mit ihm lässt den Menschen sich selbst erkennen.

Oft hab ich darüber nachgedacht, wie es ihm wohl mit der Tatsache geht, dass Menschen in seinem Namen Millionen anderer Menschen getötet haben. Und immer wenn ich dort hinspüre und über mein emotionales Verstehen hinauswachse ist da nur eines: die bedingungslose Akzeptanz des freien Willen des Menschen.

In diesem Sinne: Möge das urewige ICH BIN in jedem von uns auferstehen und wir unser Leben als manifestierten Traum der Liebe begreifen, sich selbst zu erfahren durch uns.

Am Ende lass ich ihn selbst sprechen, so wie ich ihn gehört habe(*):

„Ich erzähle dir eine Geschichte, die eine Geschichte ist, die viele Gesichter hat, die tausendmal verdreht wurde und kaum jemand je verstanden hat. Ich erzähle dir diese Geschichte persönlich, so persönlich ich es nur vermag.

Ich, der oft nicht mehr wusste, wer ich ist, vielmehr alles oder nichts, ich war. Wahrscheinlich hat man mich erwählt, weil ich an mir zweifelte, weil ich bei weitem nicht alles wusste und weil ich die Menschen liebte. So liebte, dass ich ihnen zu helfen wünschte, weil ich ihr verzweifeltes Ringen um die Wahrheit kannte, am eigenen Körper in vielen Inkarnationen erfahren hatte.

Ihr Herz musste geöffnet werden, um das Menschsein, die Möglichkeiten der menschlichen Daseinsform, ihnen zu zeigen, als einer von ihnen.

Und dies war der Grund, warum ich die Aufgabe annahm, weil ich sie kannte und liebte, weil ich mich im tiefsten Herzen ihnen verbunden fühlte, nicht zuletzt durch die unendlich vielen Arten, in denen die Liebe unter ihnen erschien.

Man brachte mich auf eine Station der Reinigung und zeigte mir das Buch des Lebens, in dem die Geschichte alles Seienden geschrieben stand, bis zum Moment meiner Geburt, bis zum ersten Auftritt als Erwachter in einer schlafenden Welt.

Ich hatte alles vergessen, als ich auf die Erde kam. Der Schlüssel hieß Vertrauen, einzig und allein Vertrauen in den göttlichen Plan. In der Seele geprägt, im Herzen rein, erlebte ich nochmals das menschliche Sein.

Sie haben gesagt, etwas sei in mich gefahren – mein Gott – ich war – ICH-SELBST, wann werden sie das verstehen. Ab einem gewissen Moment verschmolz mein Ich mit seinem Selbst, das wiederum verbunden ist mit dem göttlichen Selbst, das Teil davon ist – Kind auch.

In dieser Weise ist die Bezeichnung «Gottes Sohn» zu verstehen, sind wir doch alle diesem All- Selbst entstiegen, in ihm erwacht.

In zu Kristallen verwandelten Tränen, im Lachen der Glückseligkeit, im Feuer der Transformation, im Sturmwind der Liebe, im Mut eines Löwen, im Vertrauen eines Kleinkindes wirst du mir begegnen. Ich bin in allem und alles ist eins in mir“

Gabriela (Lile an Eden)

(*)Das Buch des Lebens – Der vergessene Mythos der Liebe www.artvisionweb.com

Link zum Beitrag:

https://t.me/EdenonEarth/4871

https://t.me/EdenonEarth/4872

Abwoon D’bashmaya:

https://www.youtube.com/watch?v=yJRTafoDQV0

Hier eine sehr schöne Übersetzung:

https://www.youtube.com/watch?v=5uBgh7_6NT8

«Vater unser im Himmel/Abwûn d’bwaschmâja» (432 Hz) Der beeindruckende, tief berührende Originaltext des «Vater unser» aus dem Aramäischen übersetzt…

Titelbild:

Matai Hanuno Gabriel (2012)

johannes-del.hpage.com St.-Johannes Kirche Delmenhorst

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