Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch?

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Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch?
Wir hatten in unserer Diskussion in der Plauderecke festgestellt, Wahrheit ist das was ist (Mark Passio) und es hängt vom Bewusstsein ab, wie viel der Mensch an Wahrheit verträgt.

In den acht Stufen des Yoga wird innerhalb der ersten Stufe die Wahrheit genannt. Die Wahrheit wird hier in zwei Arten
unterteilt – eine persönliche Wahrheit und eine universelle oder vollständige Wahrheit.
„Bei Satya geht es darum, mit einer klaren, ehrlichen und fundierten Sicht auf sich selbst und die Welt um sich herum zu leben.
Wenn Sie in der Lage sind, Dinge so zu sehen,
wie sie sind, können Sie sie so akzeptieren, wie sie sind, und können ein größeres Gefühl der Selbstliebe und
des Mitgefühls für die Menschen um Sie herum erfahren.

In Wahrheit zu leben bedeutet auch, seine persönliche Wahrheit zu sagen (für das einzustehen, woran man glaubt),
sich klar und genau auszudrücken und andere zu ermutigen, dasselbe zu tun. „

Bedeutet für mich, dass wir uns der Frage sehr gut angenähert haben, ich möchte noch ein paar Ergänzungen hinzufügen:
Wenn ich mir bewusst bin über meine Konditionierungen, diese hinterfrage, neugierig bleibe und meine Glaubenssätze umprogrammiere bzw. löse,
dann bekomme ich mehr Klarheit; ich kann mich nun neuen Perspektiven öffnen und blocke diese nicht pauschal ab, denn meine alten Konditionierungen
und Glaubensätze haben keine Wirkung mehr auf mein Denken. Es schafft gleichzeitig Platz für mein intuitives Empfinden, ich kann spüren ob sich etwas
für mich stimmig anfühlt, weil es einer universellen Wahrheit entspringt, zu der ich im Grunde Zugang habe. Ich VERTRAUE meinem Gefühl und komme so in die VERBINDUNG. Aus diesem Vertrauen entsteht Sicherheit und damit bin ich in der Lage zu handeln, das heißt einzustehen, woran ich glaube und mich damit gegen den Hauptstrom zu stellen.
Umgekehrt bedeutet es je tiefer ich in meinen Konditionierungen und Glaubenssätzen verharre, desto mehr handle ich unbewusst und kann mich deswegen nicht für andere Perspektiven öffnen, weil diese mein gesamtes Weltbild zum Einsturz bringen würden. Das erschüttert einen dann in seinen
Grundfesten, es bedroht einen und hier ist es eine natürliche Reaktion sich vor dieser Bedrohung zu schützen.
Man zieht eine Grenze, „das kann nicht sein!“(Fluchtreflex) ,man akzeptiert es also nicht und/oder man bekämpft es (Kampfreflex). Dadurch entsteht für mich eine Trennung zur universellen Wahrheit! Man kann sie nicht „tragen“, weil im eigenen System kein Platz dafür ist.
Je bewusster ich mir also bin, desto mehr Wahrheit kann ich ver-tragen!

Eine Frage kam mir jedoch nach unserem Gespräch noch in den Sinn – Wenn Wahrheit das ist, was ist, ist dann die Corona Pandemie die Wahrheit? Sie basiert doch auf einem riesen Lügenkonstrukt! Aber sie ist ja da. Ob nun künstlich herbei geredet oder nicht, aber sie ist da.
Wenn ich mir nun die Wortbedeutung hinter Wahrheit anschaue,
dann bedeutet „wahr“ etwas das währt, also etwas das andauert und bestand hat oder auch etwas das besonders groß ist. Das trifft ja dann definitiv zu. Sie dauert an, hat bestand und ist besonders groß. Nur ist eben bis heute, wenn ich mich nicht irre, der Erreger gar nicht isoliert, kann also gar nicht nachgewiesen werden und damit entzieht es sich einer klaren Beweisführung, die eine Evidenz nach sich zieht – Also im Grunde nicht existent, aber wohl beständig.
Eine Lüge und gleichzeitig wahr.

Vielleicht sollte die Frage dann eher lauten : Wie viel Wirklichkeit verträgt der Mensch? Oder wie viel Realität verträgt der Mensch?
Oder ist die Frage komplett hinfällig, da die Wahrheit mit meinem Verstand gar nicht erreichbar ist? Geht es eher um meine Wahrnehmung, meine Intuition, also mein Bauchgefühl , ob das was gerade ist, sich für mich stimmig anfühlt. Dann müsste die Frage lauten: Wie viel kann ich als Mensch wahrnehmen/spüren?
Das Spüren und Wahrnehmen wurde uns in der Gesellschaft in der wir leben konsequent abgewöhnt, es gibt keinen Raum dafür. Schließlich sollen wir funktionieren und dazu muss man sich oftmals taub machen, seine Gefühle und Emotionen unterdrücken.
Vielleicht liegt also hier der Schlüssel? Wieder in die Wahrnehmung kommen, sich vertrauensvoll hingeben, sinnlich spürend der Welt begegnen?

Ein Buch das sich tiefer gehend mit dieser Thematik beschäftigt, ist das Buch von Heike Pourian „Wenn wir wieder wahrnehmen“ – Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen. https://wahrnehmen.org/

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  • Gefällt mir sehr Dein Text lieber Sascha, vor allem die Art, wie Du Dich mit den Themen, Wahrheit, Wahrnehmung und Bewusstsein auseinander setzt. ich hätte dazu einen wunderbaren Buchtipp von Michael Brown, „Die Kraft gelebter Gegenwart“ , dieses Buch beschäftigt sich auf sehr gute Weise mit Bewusstsein im gegenwärtigen Augenblick. Da ich selbst diese 10 Tage 2x bereits durchwandert bin, weiß ich, dass es unbedingt dazu beiträgt, die Dinge so zu sehen, wie sie sind und nicht wie sie scheinen. Zum Thema “ an etwas glauben “ – ich selbst habe Schwierigkeiten mit dem Thema „Glaube“, da es letztlich immer impliziert, Dinge nicht , oder nur ungenau zu wissen. „Dann glauben wir halt an etwas….“ Schwierig, besonders in unserer derzeitig extremst manipulierten und konditionierten Zeit. Daher ist es nach meinem Verständnis, neben einer guten Wahrnehmung und einem gut entwickelten Bewusstsein so immens wichtig, für ein möglichst gut recherchiertes, seriöses Wissen zu sorgen. Wohlwissend, dass dies nicht immer so einfach ist, heraus zu filtern, ob dies auch so ist. Wenn jedoch unsere Intuition, unsere Wahrnehmung gut funktioniert und wir auf unserer inneren Stimme vertrauen, dann bewahrt es uns vor irgendwelchen „FakeNews“, weil sich doch so etwas wie ein inneres Warnschild ausbreitet.

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