j.w.d. – janz weit draußen

16

Ich war bei den meisten Demonstrationen in meiner Stadt dabei.

Während ich mich im Geiste verbunden mit den anderen Demonstranten fühle, nehme ich auch unsere Unterschiede wahr. Ich sehe auch viele Menschen, mit denen ich mich nicht identifiziere. Mein persönliches Umfeld besteht natürlich aus Menschen, mit denen ich mich stark identifiziere. Sie alle haben eine andere Wahrnehmung als ich. Sie befürworten die Impfpflicht, sehen gerne den Druck auf ungeimpfte Mitmenschen erhöht und finden es unerhört, dass ich bei den Demos „an den Rechten anstreife“ und mich „von ihnen instrumentalisieren“ lasse. Sie finden, dass ich nur an mich selbst denke und meinen Teil zur Beendigung der Krise nicht leisten möchte. Sie nehmen wahr, dass ich nicht an die Wissenschaft glaube und meine „Informationen“ aus fragwürdigen „Foren“ beziehe. Insgesamt halten sie mich für verstiegen und von der Realität entfernt.

Ein Narrativ, in dem ich allein die Wahrheit sehe und alle anderen um mich es einfach nicht checken, ist für mich nicht haltbar. Ein Narrativ, in dem die Menschen auf den Kundgebungen eine präzisere Wahrnehmung dessen, was gerade abläuft, haben als die Menschen in meiner Gemeinschaft, ist auch nicht haltbar. Denn ich kenne viele besonnene, feine, gescheite und weltgewandte Menschen, von denen ich viel halte.

Also stehe ich immer wieder vor der Frage, ob ich nicht einfach grundlos skeptisch bin, mir die Realität abhanden gekommen ist, meine Wahrnehmung falsch ist, ich aus psychologischen Gründen (Reaktanz) und zu unrecht das Vertrauen in die Institutionen verloren habe und ich mich doch bitte einfach impfen lassen soll, statt in diesem ständigen Anti zu verweilen. Ich spüre mich da hinein. Der innere Widerstand ist immens. Ich weiß nicht, wie ich in die Wahrheit meiner Gemeinschaft zurückfinden soll.

Wähle deine Reaktion!
  • Uns (meiner Frau und mir) geht es ähnlich. Allerdings sagt kaum einer ausdrücklich etwas zu unserer skeptischen Haltung, die meisten ziehen sich einfach zurück bzw. vermeiden den Kontakt. Auch ich gehe seit Ende November regelmäßig zu allen Demos und Spaziergängen in unserer Stadt. Nach meinem Dafürhalten ist die Zusammensetzung der Teilnehmer sehr heterogen: ein Querschnitt durch die ganze Bevölkerung, altersmäßig, politische Einstellung, Bildungsgrad, es ist wirklich alles dabei. Naturgemäß sind da viele Leute dabei, mit denen ich sonst nichts zu tun habe. Aber das ist ja gerade das Gute, v.a. bei den Spaziergängen. Das ist eben keine irgendwie geartete Minderheit mit einem bestimmten Interesse oder einem bestimmten Hintergrund. Das ist ein repräsentativer Querschnitt, und ich denke, das, was uns verbindet, ist eine persönliche Werteentscheidung – das kann einem niemand nehmen.

    • Danke für den Kommentar.
      Ja, die Spaziergänger sind sehr heterogen. Ich weiß nicht, ob das wirklich zutrifft, aber es scheint jenen leichter zu fallen, das offizielle Narrativ zu hinterfragen, die sich in ihrem Leben schon an Gegenwind gewöhnt haben. Die in der Jugend schwarze Schafe waren, die sonstige Außenseiterpositionen vertreten haben. Ich hatte zwar lange den sicheren Sitz in der Richtigkeit (Lifestyle-Linke, wie Sahra Wagenknecht sagen würde), aber an Gegenwind in anderen Hinsichten war ich schon lange gewöhnt. Diejenigen, die immer auf der Seite der Tüchtigen und Guten waren, tun sich da vielleicht schwerer. Oder eben umgekehrt: Die Widerständigen sind wie immer im Widerstand und die Braven wie immer brav …

      • Ja moin, seetüchtiges schwarzes Schaf hier. An Gegenwind habe ich mich gewöhnt….

      • Ich war bisher auch bei den meisten Demos dabei. Ich bin fast 60 Jahre alt und war nie vorher demonstrieren. Aber es reicht jetzt schon lange mit den sinnbefreiten Maßnahmen so dass man einfach etwas dagegen tun muss.

    • Unser Freundeskreis überschneidet sich anscheinend, denn mir hat man ähnliches kommuniziert. Natürlich können wir alle falsch liegen. Wir, die anderen, oder aber auch beide Seiten und es geht um etwas vollkommen anderes. Das mag alles sein. Jedoch solltest du dir die Frage stellen, warum du skeptisch bist. Ich bin aus vielerlei Gründen skeptisch. Ja, ich gebe es hier an dieser Stelle zu, mich findet man auch in den zwielichtigen Ecken des Internets wieder. Deep down the rabbithole. Aber mal abgesehen davon, reagiere ich empfindlich auf die Nutzung von Sprache und ich besitze noch einen Funken Kritikfähigkeit in mir, die jeder mündige Bürger haben sollte.

      Weltweit wurde das gleiche Narrativ aufgebaut und den Leute erzählt. Weltweit das gleiche Wording, das gleiche Framing. Natürlich hier und da ein paar Unterschiede, aber insgesamt ließen mich diese Ähnlichkeiten stutzig werden. Allen voran aber hielt ich es für keinen Zufall, dass es in Wuhan dieses Institut für Virologie gibt und genau dort auch die Seuche ausbricht. Wer würde denn da nicht skeptisch werden? Come on!!! Dann das Einsperren der Menschen, die Ausgangssperren. „Lockdown, das ist ein Wort, welches ich aus dem Strafvollzug kenne. Das heißt, die Leute werden in ihre Zellen eingesperrt“, meinte eine Freundin zu mir. Da hat sie recht.
      Zudem hat die deutsche Regierung immer mehr und mehr verboten. Dies erinnerte mich dann an die verschiedenen Punkte, wie man missbräuchliche Beziehungen erkennt. Kontaktverbote, Ausgehverbot, Bekleidungsvorschriften, etc… Weiter ging es dann damit, dass die Grundrechte hops genommen wurden und man sich über die Leute mit dem Grundgesetz in den Händen lustig gemacht, und Spaziergänger verfolgt und eingekesselt hat (Bremen). Ich erinnerte mich an den Politikunterricht zurück, den ich damals in der Schule hatte. Ich habe mir nicht vieles gemerkt aus der Schulzeit, aber ich erinnere mich daran, dass unser Politiklehrer zu uns meinte, die Grundrechte seien unveräußerlich und die Wegnahme dieser müsse unbedingt verteidigt werden.

      Weiter fragte ich mich, wann denn der Staat das letzte Mal überhaupt so großes Interesse an mir und meiner Gesundheit gezeigt hat? Wann hat denn der Staat das letzte Mal zu meinem Wohle gehandelt?? Damit meine ich, was tut der Staat, um seinen Bürgern einen Zugang zu gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln zu gewähren. Nicht jeder kann sich dies finanziell leisten. Oder wie sieht es mit Krankheiten aus? Herz- und Kreislaufkrankheiten ließen sich im großen Umfang vermeiden, wenn dieses System es auch zulassen würde. Depressionen müssten von der Ursache her angegangen werden. Menschen werden deswegen zwar behandelt, aber im Sinne des Systems. Du funktionierst nicht? Ich werde dich wieder leistungsfähig machen, damit du dem Staat als Humankapital dienen kannst.

      Aber auch andere Sachen, wie der Generationenvertrag, der schon seit Jahrzehnten nicht mehr besteht. Ein Problem, welches man auch einfach auch nicht lösen will. Nein, besteuern wir die bereits versteuerte Rente nochmal! Und diejenigen, der noch arbeitsfähigen Gesellschaft, können buckeln bis sie umfallen, denn das Rentenalter wird wiederholt angehoben. Oder aber es wird alles mögliche versucht, um den Besitz von Wohneigentum zu erschweren. Du willst ein Haus? Ja, dann zahl mal ab biste 80 bist! Altersarmut? Lass den Opa doch in den Mülleimern nach Pfand suchen und die Oma an der Tafel mit fünfhundert weiteren hungrigen Mündern anstehen (jetzt an vielen Orten auch nur noch mit „Impfung“ zugänglich), hätten mal mehr malochen sollen. BTW: mit der Tafel delegiert der Staat ganz elegant seine Pflichten an Dritte und spart dort ne Menge Geld ein!!!! Ehrenamtliche verteilen, für umme versteht sich, Lebensmittelspenden, welche nochmal besteuert werden. Wegwerfen käme billiger…

      Ich könnte noch viel mehr aufzählen, aber ich höre lieber auf, denn ich merke wie ich mich aufrege und in Rage schreibe. Ja, ich bin skeptisch, wenn man meint mir weiß machen zu wollen, der Staat würde mir was Gutes wollen. Nein, will er nicht. Sicherlich gibt es hier und da Leute, die vermutlich eine gute Motivation haben, aber Misstrauen in die Institutionen sollte angebracht sein. Vertrauen verdient man sich, man gibt es nicht einfach so weg. Schon allein die Tatsache, dass Microsoft und Google sich weltweit in die Schulen und Arbeitsstätten gedrängt haben, als der Lockdown war. Der unkritische Umgang der Lehrer mit Big-Tech ließ mich Schnappatmung kriegen. Wenn Microsoft in der Bildung drin ist….ach egal. Vielleicht bin ich ja auch nur zu kritisch. Vor zehn Jahren wären da aber sicherlich mehr Leute am Start gewesen, die das Offensichtliche kritisiert hätten.
      Vielleicht handelt es sich auch um einen Wesenszug, den wir miteinander gemein haben. Als kleines Kind soll ich angeblich alle Menschen um mich herum mit meinen Fragen genervt haben. Die Antworten sollen mir nicht gut genug gewesen sein und darauf soll ich dann bockig reagiert haben. Rückblickend denke ich, bezogen auf mein Leben, ich hätte noch kritischer sein sollen.

      Dafür, dass ich mir so wenig aus meiner Schulzeit gemerkt habe, fallen mir jetzt noch andere Dinge ein. Beispielsweise wie wir in der Unter- und Oberstufe mit Neil Postman Texten malträtiert wurden. Das böse, böse Massenmedium Fernsehen. Seid ja wachsam und misstraut den Medien, denn diese lassen sich leicht manipulieren und sie manipulieren auch ihre Konsumenten. Hand aufs Herz: Wer möchte schon Opfer von Manipulation geworden sein? Man selbst nimmt sich meist als ‚Idealselbst‘ wahr und man ist doch diesbezüglich ‚informiert‘. Sogenannte Fake-News würde man doch erkennen, gaaaanz sicher! Ist das so??? Als Beispiel möchte ich an dieser Stelle Thilo Sarrazin oder Ken Jebsen erwähnen. Jeder kann von den beiden halten was er will. Ich selbst war von den Medien so sehr beeinflusst, den Sarrazin habe ich für einen Unmenschen gehalten. Hat man mir ja auch so kolportiert durch die Medien. Heutzutage urteile ich nicht sofort, sondern schaue mir erstmal die Person und ihr Schaffen genauer an. Ja, ich schaue mir die Person und ihr Schaffen genauer an….könnte man ja auch bei einem Bill Gates und seinem Wirken tun….
      Das habe ich auch lange abgewehrt. Eine Freundin nervte mich immer und immer wieder mit ihrem Gerede zu Bill Gates, bis ich mir dann mal ihn näher angeschaut hatte. Verschwörungstheorie hin oder her…ein kritischer Blick darf doch erlaubt sein, oder nicht? Erst recht, wenn jemand ein so großes Vermögen und einen so großen Wirkungskreis besitzt.

      Es gibt soooo vieles, was man kritisch hinterfragen müsste. Wer bei all den Sachen nichts kritisch hinterfragt, der hat die Kontrolle über sein Leben abgegeben. Und das an Menschen, die nur das Beste für sich wollen. Nämlich unser Geld und unseren Gehorsam. Im Tausch für unsere kostbare Lebenszeit und unsere Sicherheit und Freiheit. Aber hey! Unsere Welt ist ja meeega komplex geworden, man will doch nur seine Ruhe nach, Zeit für Familie und Freunde haben, einfach entspannen. Es bequem haben, mit Karte zahlen, keine Gedanken machen müssen, denn andere übernehmen für einen das Denken…Faktenfinder, Experten….was gibt es eigentlich neues auf Netflix????

      • Du sprichst mir aus der Seele.
        Mein Beitrag spiegelt meine Tagesverfassung wider. Die Inkongruenzen, die sprachlichen Winkelzüge – es sind so viele. Nur weil ich nicht durchblicke, was die Wahrheit ist, heißt das nicht, dass ich mich mit einer alternativen Wahrheit abspeisen lassen kann. Ich habe zu viel mit meinen eigenen Augen gesehen. Ich habe das Framing und die plumpen Lügen der Medien, denen ich vor zwei Jahren noch vollstens vertraut habe, selbst gesehen, ich kenne es nicht nur vom Hörensagen. Ich kann es nicht ungesehen machen. Dennoch ist der Spagat, die Schizophrenie manchmal fast nicht auszuhalten. Mein Mann, meine Eltern, meine Geschwister, meine gesamte Familie und Schwiegerfamilie schütteln über mich nur mehr den Kopf. Ich würde so gerne wieder einen gemeinsamen Boden mit ihnen haben. Denn die Corona-Geschichte ist ja fast unmöglich einfach auszublenden. Oder? Dauernd kriecht doch das Thema mit seinen weitreichenden Eingriffen in mein höchstpersönliches Leben überall hinein. Mit einer Freundin treffe ich mich und wir blenden das Thema aus. Das funktioniert bedingt und es ist insgesamt eine unbefriedigende Beziehung geworden. Wie wird das weitergehen? Was sicher nicht geschehen wird: eine der beiden Seiten wird durch Tatsachen von ihrer Verirrung überzeugt und reuig in die Arme der anderen Seite zurückkehren.

      • Mir spricht du auch aus der Seele. Schon vor Coronazeiten haben mich viele Ungerechtigkeiten in diesem Staat wütend gemacht. Und da habe ich bereits gemerkt, dass viele in meinem Umfeld die Umstände kalt lassen, dass sich alles nur um ihr kleines Universum dreht. Deswegen hat mich das Verhalten meiner Familie, Freunde und Bekannte, die gleichgültig gegenüber Ausgrenzung von Menschen sind und wie der Staat mit Kindern und Hilflosen umgeht, nicht überrascht. Hier geht es nicht um erlogene Fakten oder Zahlen aus dem Fernsehen. Sie nehmen es in der Realität wahr (z.B. meine Mutter im Pflegeheim), und ihnen ist es gleichgültig. Trotzdem gibt es mit Ihnen Gemeinsamkeiten, und daran halte ich mich, es wird über Kinder, Haustiere, Urlaub, Arbeit, Fernsehen, von mir aus über das Wetter geredet. Es ist meine Auszeit von der Realität. Ich kann sie nicht komplett verurteilen, „wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“.

  • „Ein Narrativ, in dem ich allein die Wahrheit sehe und alle anderen um mich es einfach nicht checken, ist für mich nicht haltbar. Ein Narrativ, in dem die Menschen auf den Kundgebungen eine präzisere Wahrnehmung dessen, was gerade abläuft, haben als die Menschen in meiner Gemeinschaft, ist auch nicht haltbar. Denn ich kenne viele besonnene, feine, gescheite und weltgewandte Menschen, von denen ich viel halte.“

    Wenn ich dein Dilemma richtig verstehe, ist es so, dass du dich auf den Demos mit den Menschen nicht verbunden fühlst, zumindest nicht mit allen, aber der gleichen Meinung bist und mit den Menschen in der Gemeinschaft dich sehr verbunden fühlst, aber hinsichtlich des momentan gültigen Narrativ anderer Meinung bist, verstehe ich das richtig?

    Die Frage ist doch , möchtest du dich selbst verleugnen, nur um anderen zu gefallen? Ist dann innerer Frieden möglich? Warum kann deine Gemeinschaft deine Meinung nicht zumindest akzeptieren? Welchen Wert hat es mit Menschen zusammen zu sein, die dich aufgrund einer Meinungsverschiedenheit so behandeln?
    Am Ende solltest du deiner inneren Stimme folgen und nach deinen Werten leben. Wenn diese mit deiner Gemeinschaft nicht übereinstimmen , sollte man sich dem Prozess des Loslassens widmen. Schließlich befürworten diese Menschen eine Ausgrenzung und Diskriminierung anderer Menschen, klingt für mich nicht sehr besonnen und gescheit. Und nein du bist nicht grundlos skeptisch. Die Dinge liegen so klar auf der Hand, dass jeder der noch mit sich selbst verbunden ist, spürt, dass hier etwas nicht stimmig ist. Und dann gilt es Fragen zu stellen. Wie diese beantwortet werden von der „Elite“ sehen wir gerade sehr deutlich.

    • Ja, das Dilemma verstehst Du richtig.
      Ich sehe es nur nicht so, dass ich meiner Gemeinschaft gefallen will, sondern dass ich sie nicht verlieren will. Sie sehen ja ganz ehrlich nicht, dass sie jemanden diskriminieren. Sie sehen, dass ich mich selbst durch meine Nicht-Impf-Entscheidung ins Aus gestellt habe. Es ist anscheinend eben nicht so, dass jeder, der mit sich verbunden ist, spürt, dass was nicht stimmt. Ich habe keine Erklärung dafür, was gerade passiert. Am ehesten ist das Dauerfeuer aus allen Kanälen schuld an der einhelligen Meinung.
      Es ist mir gar nicht möglich, mich selbst zu verleugnen, das ist mir nicht gegeben. Aber es muss ein Szenario geben, in dem ich meine Wahrheit sprechen kann, aber dennoch die Menschen, die ich liebe, nicht verlassen muss. Deshalb die Suche nach etwas, was abseits von Meinungen liegt. Das muss es doch geben!

      • Dein Dilemma ist ein sehr tiefgreifendes. Ich lese gerade , dass es sich dabei um deinen engsten Familienkreis handelt. Ich denke mit klugen Ratschlägen ist dir da nicht geholfen. Vielleicht könnt ihr eine Ebene finden, auf der ihr euch auf eure Gemeinsamkeiten und auf das Verbindende besinnen könnt. Aber dafür müssen dann alle bereit sein und es klingt für mich so, als sei deine Familie dazu gerade nicht bereit. Vielleicht braucht man da sogar professionelle Unterstützung, eine Art Moderator, damit jeder den anderen zumindest einmal versucht zu verstehen. Die Fronten sind momentan sehr verhärtet. Es muss wieder ein Dialog entstehen. Dabei muss man nicht alles gut finden, was der andere tut, aber es akzeptieren und vor allem tolerieren.
        Ich wünsche dir dafür viel Kraft und Mut!

      • Mir geht es ähnlich, ich möchte auch meine Gemeinschaft nicht verlieren aber gleichzeitig auch meine eigene Meinung vertreten. Eine Lösung habe ich leider bisher nicht gefunden.

  • Seine Impfentscheidung zu treffen, unabhängig von etwaigen Auswirkungen auf Gruppen- oder Meinungszugehörigkeiten, wäre der erste Schritt. Letzendlich bist DU auch der- o. diejenige, die mit den Folgen und Auswirkungen leben muss. Das kann Dir niemand abnehmen.Wäge für Dich ab, was Dir wirklich wichtig ist. Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.

  • Für mich ist die Sache ganz einfach: Wenn jemand so vehement möchte, dass ich etwas mache, das mir widerstrebt, werde ich misstrauisch. Und wenn es dabei dann angeblich auch noch um meine Gesundheit gehen soll, werde ich noch misstrauischer. Außerdem ändern sich die Ziele und Begründungen der Maßnahmen täglich. Gerade in der sogenannten „Wissenschaft“ der verhängten Maßnahmen sehe ich meine Zweifel begründet. Ich habe nämlich noch nie so viele dumme „wissenschaftliche“ Argumente gehört, wie während dieser Corona-Krise. Und ich beschäftige mich sehr viel mit solchen Dingen. Was ich denke, spielt aber gar keine Rolle. ich finde, wenn du Zweifel hast, ob du auf der richtigen Seite stehst, solltest du dich mal für ein paar Tage zurückziehen und nachdenken. Und wenn du dann meinst, die Impfung wäre das Richtige. Dann lasse dich eben impfen.

    • Sicher wird einiges klarer, wenn ich mich ein paar Tage ausklinke – vor allem aus dem Internet! Das kann die Sache nur entspannen.
      Die Entscheidung gegen die Impfung habe ich ja schon längst getroffen. Nach allen mir zur Verfügung stehenden Informationn gibt es für mich keinen Grund dafür. Zweifel kommen mir nur, wenn ich meine Wahrnehmung gegen die Wahrnehmung der vielen abwäge. Dann beginne ich sie infrage zu stellen. Nichts würde sich für mich verbessern, wenn ich gegen mein besseres Wissen oder Fühlen Ja zu dieser medizinischen Maßnahme sagen würde. Höchstens würde es meinen Opferstatus einzementieren. Selbst, wenn die Impfung eine Kochsalzlösung wäre, fände ich es erniedrigend, mich diesem sinnfreien Diktat zu beugen.

      Übrigens lese ich Ihre Blog-Beiträge sehr gerne. Gut geschrieben, gut beobachtet, gut analysiert.

      • Während des Dritten Reichs war die Meinung der vielen falsch. Meinungen sind meines Erachtens nur erwähnenswert, wenn sie durch aktives Nachdenken und nicht durch Propaganda entstanden sind.

Einen Kommentar hinterlassen
Dark mode powered by Night Eye