Versumpft im Dreck meines Alltags

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Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich frage, ob ich nicht so eine Ewig-Gestrige bin, die unbedingt am Altbekannten festhalten will und um jeden Preis Veränderung und Entwicklung verhindern.

Steht es mir denn zu, in einer Demokratie den Willen der Mehrheit zu ignorieren? Sollte ich nicht in meinem Alter so weise sein, mich und meine persönlichen Befindlichkeiten hint an zu stellen und die demokratische Entscheidung der jüngeren Generation zu respektieren?

Denn es scheint mir Fakt zu sein, dass tatsächlich die weit größere Mehrheit in unserem Land und auch in unseren Nachbarländern und fast überall in der industriellen Welt diesen Great Reset tatsächlich befürwortet.

Gerade habe ich Marcs Tagebucheintrag zum 1. Januar gelesen und mir kam so ein Gedanke. Wenn wir jetzt plötzlich gegen unsere innere Überzeugung rein aus Protest und, ja fast möchte ich sagen: aus reinem kindlichen Trotz heraus, etwas befürworten, obwohl wir es besser wissen, sind wir dann nicht auch uns selbst untreu? Ich fand das allgemeine Silvesterfeuerwerk immer schon Scheiße: es ist laut, dreckig und sowohl eine riesige Geldverschwendung als auch eine große Verdreckung unserer direkten Umwelt. Warum sollte ich mich jetzt plötzlich daran erfreuen, nur weil meine „Feinde“ es verboten haben. Und ich darf ja um keinen Preis dasselbe wollen wie der Feind! Ähnliche Gedanken kamen mir schon über die letzten Tage, als in unseren lokalen Gruppen immer öfter die Weigerung zu hören war, bei brav angemeldeten Versammlungen teilzunehmen, um nur ja nicht das Spiel der Machthabenden mit zu spielen oder sogar einen Spaziergang abzubrechen, weil die Polizei diesen „kanalisierte“. Besser gar nicht spazieren als von der Polizei freundlich begleitet – so wurde der Ruf immer lauter.

Nein – ich bleibe dabei: ich habe mich tatsächlich in der Silvesternacht darüber geärgert, dass die Nachbarn wohl aus dem sehr nahen Tschechien für Feuerwerk gesorgt hatten. Ich habe mich nicht über die bunten Lichtkugeln und Kracher gefreut. Mag sein, dass es auch ein wenig daran liegt, dass es Stress für meine vielen Tiere bedeutet und da war es vor einem Jahr wirklich erholsam so ganz ohne das Geballere.

Und überhaupt habe ich heute so richtig den Blues. Ich frage mich schon den ganzen Vormittag, ob es nicht für mich an der Zeit ist meine widerborstige Haltung aufzugeben. Was gewinne ich denn damit? Natürlich bin ich von der medizinischen Sinnlosigkeit und sogar Schädlichkeit der Spritze überzeugt. Aber ist es für mich persönlich wirklich schädlicher dieses genmanipulierende Zeug zu spritzen als in ständiger Agonie zu versinken? Ich wollte schon vor Corona aus dem System heraus. Ich wollte nicht mehr digital sein, ich wollte überhaupt nicht mehr arbeiten. Und so ist es auch heute noch. Eigentlich hat sich, wenn ich ehrlich zu mir bin, nicht sooo viel geändert. Vielleicht kommen mir die Maßnahmen zum Teil sogar entgegen: Endlich Entschleunigung von außen diktiert. Muss ich nicht mehr meine persönliche Entscheidung verteidigen, aus der für mich schon seit Jahren sinnlos gewordenen Überflussgesellschaft auszusteigen. Muss mich nicht mehr verteidigen, warum ich keine 65-Stunden-Woche mehr in unserer so hoch gefeierten Automobilentwicklung arbeiten möchte. Käme nun noch ein bedingungsloses (oder halt an die Bedingung der regelmäßigen Auffrischungs-Spritze gebundenes) Grundeinkommen, hätte ich doch genau das erreicht, was ich schon vor Corona wollte. Und dann noch die Grüne Agenda, von der viele Aspekte durchaus mit meinen Überzeugungen übereinstimmen. Klar, ein paar kleine Abstriche muss ich halt machen, wo ich doch weiß, dass E-Autos tatsächlich alles andere als nachhaltig sind und in keinster Weise einen verbrauchs- und schadstoffoptimierten Diesel in Umweltverträglichkeit überholen können, zumindest nicht in den nächsten 20 Jahren. Eine weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren wäre da wesentlich sinnvoller. Aber ich schweife ab. Die Mehrheit ist überzeugt von der Sinnhaftigkeit der E-Autos und ich könnte hier genauso darüber hinwegsehen, wie ich es in anderen Bereichen ja auch tue. So wie ich gegen meine Überzeugung immer noch teilhabe in sozialen Medien und an der digitalen Welt. Und so, wie ich wider besseres Wissens nun doch wieder einen Auftrag, sei er auch noch so klein, aus der Automobilindustrie angenommen habe.

Und was treibt mich eigentlich an, so sehr gegen diese heraufdämmernden Neuerungen zu sein? Ist es nicht ganz tief im Inneren doch der Neid auf die Reichen, auf die Elite? Weil ich selbst es nicht hoch genug geschafft habe auf der Karriereleiter, weil ich zu bequem war? Wollte ich nicht auch als Kind immer gern Prinzessin sein und nehme es nun denen übel, die das tatsächlich sind?

Oder ist es die Reue, dass ich vom Baum der Erkenntnis genascht habe und jetzt erst begreife, dass ich das alles eigentlich besser nicht wissen wollte. Wäre das Leben nicht viel einfacher und die großen globalen Veränderungen nicht viel leichter zu akzeptieren, ja sogar zu begrüßen? Wäre es nicht viel schöner und entspannter, immer noch daran zu glauben, dass die da oben es eben besser wissen und alles nur zu unserem Besten ist? Dass es nunmal mein von Gott vorbestimmtes Schicksal ist, demütiger Diener zu sein und nicht Herrscher?

Eines jedenfalls weiß ich genau: Dass ich von Natur aus kein Kämpfer bin. Warum sollte ich mich also jetzt in diese Rolle drängen lassen? Wo ich doch meinen unheilbar kranken Patienten selbst gerne sage: Niemand MUSS kämpfen.

Ich glaube es ist an der Zeit für mich, wieder mehr auf mich selbst, auf meine innere Stimme zu hören. Was bin ich wirklich? Was will ich tatsächlich? Und was ist es mir wert?

Wähle deine Reaktion!
  • Liebe Zweiflerin,genau diese Eigenschaft scheint eine der Gemeinsamkeiten zu sein, die uns alle ( die wir uns nicht beglücken lassen wollen) zu einen scheint. Die Bereitschaft und Fähigkeit, auch das eigene Denken stetig zu überprüfen und hinterfragen zu können. Und genau darauf wird abgezielt.

  • Wann in der Geschichte hat eine laute, totalitär agierende „Mehrheit“ Recht getan? Oder Recht gehabt? Man kann auch (wenn die Lebensaufgabe sich so stellt) demütig dienen und trotzdem Herr seiner selbst bleiben. Das hängt nicht nur von der eigenen Einstellung ab, sondern auch von den Freiheiten des sozialen u. gesetzlichen Rahmens. Dafür ist auch Deine Stimme so wichtig. und sei es auch nur, wie es jetzt so treffend formuliert wird, als “ stumme Meinungsäusserung“. Man braucht nicht gleich die ganze Welt verändern zu wollen. Gute Stärkung Dir.

  • Ich kann dir so nachempfinden, Zenzi. 🙂
    Aber bei aller Entwicklungsfreude werde ich einer unnatürlichen aufgezwungenen Genveränderung meines Körpers niemals zustimmen oder befürworten. Unser Körper ist das einzige, was uns wirklich physisch und geistig gehört auf dieser Erde. Dieses Eigentum darf niemand von außen angreifen oder beschädigen, aus keinem Grunde und „jede Zuwiderhandlung wird von meiner Seite vehement verfolgt und bestraft.“ Um es in deren Worten auszudrücken.
    Den äußeren Rahmen sollen die doch vorgeben wenn sie Freude daran haben, diese lieblosen Gestalten da „oben“, aber was in mir drin geschieht, bestimme ich alleine, das ist mein kleines Reich.

  • Liebe Zenzi, da stimme ich Jessica voll und ganz zu. Durchhänger haben wir doch alle, und es gehört immer wieder viel Mut dazu, inmitten von Menschen, die weniger denken und reflektieren eben anders zu fühlen und das zum Ausdruck zu bringen. Die pschychologische Kriegsführung, die im Gange ist, zermürbt, aber für mich war es gestern sehr wichtig bei Gleichgesinnten, wenn auch eigentlich Fremden, die gleiche Haltung wahrzunehmen. Dieses Physische am Menschen Sein ist das, was wir immer wieder brauchen Ich kann auch gerne und viel alleine sein, als Stadt-Wurz ist es mir schnell ‚mal zu dicht. – Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass morgen die Welt wieder etwas besser für Dich aussieht und auch Deine Tiere sind
    schnell wieder von dem Geballere erholen.

  • Hallo Zenzi, im Prinzip hast du schon recht: Weshalb sollte ich plötzlich etwas gut finden, was mir früher missfallen hat, bloß weil ich meine „Feinde“ damit ärgern kann? Ich sage nur: Reaktanz – ein ganz normaler psychologischer Mechanismus! Außerdem vergisst du: Ich wollte nie jemandem etwas vorschreiben. Mir ist es völlig Wurst, ob sich Leute impfen lassen oder nicht. Aber die wollen mich dazu zwingen! Und das schon seit Monaten und mit allen Mitteln! Außerdem: Glaube bloß nicht, dass das mit den Impfungen getan sein wird. Wen du da nachgibst, wird sich absolut nichts ändern, weder für dich noch für irgendjemanden sonst. Du solltest nicht mein Tagebuch lesen, sondern das von Viktor Klemperer. Da kannst du sehen, was geschieht, wenn in einer solch fundamentalen Sache alle bloß nachgeben. Außerdem empfehle ich dir den folgenden Beitrag von Gunnar Kaiser: https://www.youtube.com/watch?v=-h0GOW4XASQ. Wie gesagt: hier geht es nicht bloß um eine Impfung. Hier geht es um eine Unterwanderung der demokratischen Gesellschaft. Demokratie ist gut und Recht. Aber eine Demokratie darf sich niemals gegen die Menschenwürde richten. Und das tut sie an dieser Stelle eindeutig. Wenn du mein Tagebuch dennoch weiter lesen möchtest, werde ich – extra für dich -demnächst einmal etwas über die Ideen Michel Foucaults schreiben. Denn ich glaube, seine Einsichten zum Thema sind mehr als fundamental.

    • Lieber Marc,
      sofern ich nicht in Digital-Streik trete (was durchaus demnächst mal wieder für einige Zeit geschehen könnte, um wieder mehr in die Mitte und zur Ruhe zu kommen), werde ich selbstverständlich dein Tagebuch weiterhin lesen. Ich liebe dein Tagebuch. Und meine Bezugnahme darauf sollte in keinerlei Hinsicht eine Kritik sein. Es war nur eine Verbindung, die sich bei mir – also in meiner inneren Konversation mit mir und meiner Seele – aufgetan hat, ich meinte das weder als Ratschlag noch als Kritik. Es waren lediglich die Gedanken, die bei mir dazu hochkamen, als ich versuchte mich in deine Gedankenwelt zu versetzen. Ich tue das gern: wenn ich eine Meinung höre, die von meiner abweicht, versuche ich mich selbst an Stelle des anderen zu stellen und es durch seine Augen zu sehen. Genau das habe ich hier getan. Ich versuchte, das Feuerwerk des Nachbarn als positiven Widerstand gegen das Regime zu sehen und es gelang zunächst auch. Ich spürte ein kurzes Bedauern, dass ich es nicht genossen und mich dazu gestellt hatte. Dann spürte ich in mich hinein und fühlte, dass ich das zwar hätte tun können. Es wäre sicherlich nicht schlecht für die nachbarschaftlichen Beziehungen gewesen. Es wäre vielleicht sogar eine Chance gewesen. Aber ich fühlte auch, dass ich dennoch meine Entscheidung nicht bereute und dass ich mit gutem Gewissen dabei bleiben kann, dass ich mich über das Feuerwerk mehr geärgert hatte, als dass ich mich darüber gefreut habe. Wobei sich dieser Ärger durchaus in Grenzen hielt und mich nicht groß belastet.

      Und klar ist mir bewusst, dass es nicht mit dem Impfnachweis getan ist. Es geht mir auch gar nicht um den tatsächlichen Akt. Auch in dem was ich hier von mir schreibe, geht es mir mehr darum, dass ich befürchte, dass die einzige Lösung für mich darin liegt, meine eigene Einstellung zu überprüfen und wahrscheinlich auch zu ändern. Es geht darum, meine eigenen wunden Punkte anzuschauen, zu hinterfragen, warum dieser Zwang zur Impfung mich so wütend und verzweifelt macht. Denn die eigene innere Landschaft und die Beschäftigung mit den eigenen Schatten sowie die Bereitschaft von den uralten Glaubenssätzen abzulassen sind es, was Veränderung möglich macht. Der Kampf im Außen ist nur Sinnbild oder Symbol für den Kampf im Inneren. Wie dieser Kampf im Inneren zu befrieden ist und was sich daraus im Außen ergibt, liegt noch völlig im Dunkel. Und wahrscheinlich muss jeder für sich diesen inneren Kampf bestreiten. Oder eben inneren Frieden schließen.

      Es berührt mich sehr die Kommentare zu lesen, zeigen sie mir doch, dass ich nicht nur die bin, als die ich mich kenne. Sondern dass es hier in diesem neuen Forum, in dem niemand etwas über mich weiß, eine ganz neue Möglichkeit für mich gibt: Einzelne Aspekte aus meiner Persönlichkeit herausgelöst darzustellen und darauf Feedback zu bekommen, wie es von Freunden und Bekannten niemals möglich wäre, da sie immer die Vergangenheit und ihre Erfahrungen mit mir mit einbeziehen.
      Auf diese Weise kann ich ganz andere, versteckte Seiten an mir kennenlernen.
      Danke dafür!

  • Also, ich habe mir dies nun durchgelesen und sann darüber nach um zu überlegen, welche worte ich für meinen Kommentar wählen sollte. Ich Verstehe dich bzgl der Ballerei durchaus die Tiere mögen das gar nicht. Doch bin ich selber ein Freund davon, die schönen bunten Lichter, wie sie sich weit verstreuen und so manchem ein Lächeln ins Gesicht zeichnen, so auch mir. Wegen meiner müsste es nicht so arg laut knallen wie es das dieses Jahr nur allzu oft tat. Doch komme ich nun zu etwas was mir sehr geholfen hat während aber auch schon vor Covid. Solltest du je eine freudlose Zeit durchleben, so wie jetzt (so wie es rüberkommt) wie ich dereinst auch, sehr viele Jahre, erinnere dich deiner Freuden, welche du zu früheren Zeiten hattest, die du womöglich bereits ablegtest im Zuge des Alterungsprozesses. Was das Thema Entwicklungen anbelangt, nur weil du bestimmte Entwicklungen als falsch ablehnst heißt das nicht, das du ewig-gestrig bist, das Problem ist ehr das die Richtung der Entwicklung fehlgeleitet ist, weg von einer Entwicklung die für viele generell Positiv wäre hin zu einer die nur wenigen dienlich ist. Leute, welche die aktuelle Entwicklung anstreben wären auch gegen das BGE um dir ein bsp zu benennen. Und was deine Worte über Demokratie betrifft: 1. Schwarmintelligenz bedeutet nicht, das der Schwarm intelligent ist. 2. Jede stimme sollte gleich schwer in einer Demokratie wiegen, aber(!) sollten schwächer Vertretene auch gehört werden um Mengenunterschiede auszugleichen. Wenn du also der Meinung bist das zeug zu nehmen ist schlecht dann solltest du es nicht nehmen. Und zum letzten: Du meinst, du bist kein Kämpfer. Es kommt früher oder später für jeden der Moment wo er die Zähne zusammenbeißen und Kämpfen muss. Wann das ist weiß nur das Individuum. Und auch die Wahl der Waffen mit denen es Kämpft muss jeder für sich erkennen. Irgendwann ist der Kampf auch mal vorbei und egal wie er ausgeht am ende werden die unter Ihren Entscheidungen auf die ein oder andere weise leiden, die sich gegen ihre innere Überzeugung stellen und sei es nur durch stetig wiederkehrende Gedanken darüber das es anders hätte laufen müssen. Wenn sich aber die eigene Überzeugung am Ende als Falsch erweist kommt es darauf an sich selbst Fehler verzeihen zu können. Doch wäre es schwieriger und weit unschöner gegen seine Überzeugungen zu handeln und dies dann später zu bereuen. Kurz, Kämpfen können wir alle, es nur kämpfen nicht immer alle auf die gleiche Art weise, vielleicht hast du deinen Weg einfach nur noch nicht gefunden. Ich für meinen Teil wünsch dir und deinen Tieren alles gute, egal welches dein Weg sein mag, den du beschreitest. BTW was für Tiere hast du denn?

    • Deine Ausführungen zum Thema Kämpfen finde ich sehr interessant. Denn im Grunde beschreibst du hier genau das, was bei mir in den letzten Jahren (ja, auch schon vor Corona) sich herauskristallisiert hat: Dass es jetzt eben NICHT (mehr) meine Zeit ist zu kämpfen. Zuerst habe ich aus alter Gewohnheit weiter gekämpft und merkte nach und nach, dass ich immer mehr gegen eine Wand kämpfe und dass das auch gegen meinen inneren Antrieb ist. Es ist FÜR MICH eine Zeit der Einkehr, der Besinnung und nicht eine Zeit des Kampfes. Dies ließe sich auch astrologisch belegen, wobei ich das nicht als Kriterium sehe sondern nur interessiert beobachte. Meine Seele gibt mir klar zu verstehen, dass es nicht meine Aufgabe ist, JETZT zu kämpfen. Und es fällt mir sehr schwer, bei so viel Aufruhr bei mir zu bleiben. Ich sehe mich immer wieder genötigt zu kämpfen, da ich meine in der Verantwortung zu sein. Dabei bin ich nur verantwortlich für mich selbst. Ich spüre, für mich ist es an der Zeit, ganz bewusst NICHT zu kämpfen. Und zwar nicht nur nach außen sondern auch nach innen. Also auch nicht MIT MIR selbst zu kämpfen. Es ist Zeit für mehr Gelassenheit, mehr Einverstandensein, mehr Demut und mehr Gnädigsein mit mir selbst.
      Es mag sein, dass das was ich hier schreibe, beim Leser komplett aus dem Zusammenhang gerissen ankommt. Denn ihr kennt mich nicht. Ihr kennt meine Geschichte nicht.
      Nur jemand, der mich seit vielen Jahren kennt, wird erahnen können, was ich wirklich damit sage. Und dennoch schreibe ich es für euch Leser hier und jede Reaktion öffnet mir neue Blickwinkel.

      • Nun die Sache ist letzten Endes die, das selbst das ablehnen der Impfung schon bedeutet, das du genau das tust. Nur auf eine passive Weise. Ist bei mir auch nicht anders aktuell. Im Prinzip lehnst du es im Verstand ab, wie du geschrieben hast. Selbst, wenn du dir den Dreck gibst um einer Gesellschaft nach zu jagen die dir geschadet hat, und ihr gegenüber gefällig zu handeln (Hat übrigens was von Stockholm-Syndrom, wo vereinfacht eine Geisel dem Täter hilft. Und nein das soll in keiner weise negativ oder beleidigend oder sonst wie zu verstehen sein, auf mich wirkt das nur so, wenn man sich 1 Jahr gegen etwas wehrt und wie Dreck behandelt wird und sich dann an diejenigen, die einen wie Dreck behandelt haben, annähert indem man ihre Wünsche erfüllt.). Bleibt noch stehen, das du, wenn du dich impfen lässt du am Ende auch nur „Füllmasse“ für diejenigen bist die dir aufgebürdet haben was du, wie auch wir anderen zu tragen haben, und was mit dieser Füllmasse legitimiert wird, für die sich aber die jenigen, die es uns aufbürden nicht interessieren. Danach passiert dir was und was auch immer es sein mag wird tot geschwiegen und es werden weiter Märchen erzählt ala „hat nichts mit der impfe zu tun“. Ob du die Impfung zum „wohle“ solch einer Gesellschaft durchziehen willst, weil du denkst du must deine Meinung gegenüber dieser Gesellschaft, die dir und auch vielen anderen geschadet hat und noch wird, hint an stellen, weil jetzt jüngere ran sollen (wenn ich das aus deinem Text oben sinngemäß richtig in Erinnerung habe) so ist das deine Sache, du musst wissen was du tust und mit den Konsequenzen die sich daraus ergeben leben, also Nebenwirkungen, Spätfolgen, Ableben etc und jeweils daraus resultierende Folgen. Das ist eine Sache die nur du entscheiden kannst und die dann eben zu Respektieren ist. Auch wenn, und ich entschuldige mich direkt für meine Wortwahl, ich es persönlich eigentlich grenzwertig oder auch blöd finde, etwas zu tun wo alles in mir sagt „Alter mach das nicht, beobachte erstmal. bevor du das machst, was dabei rum kommt!“. Aber wie zuvor angemerkt, ist es am Ende allein deine zu Respektierende Entscheidung, die nur du für dich allein treffen kannst, unabhängig von dem was andere (z.b. meine Wenigkeit) dir hier antworten auf deine Gedankengänge. Du wirst deinen weiteren weg schon gehen.

      • @thenobody: nun ja. Nicht kämpfen heißt für mich nicht unbedingt, dass ich mich jetzt gleich impfen lasse. Bei mir muss man vielleicht manchmal ein wenig mehr zwischen den Zeilen lesen. Ich glaube, dass wir hier jetzt (also ich beziehe mich auf deinen letzten Kommentar) komplett aneinander vorbei reden. WENN ich mich spritzen lassen SOLLTE, dann bin ich mir der möglichen Folgen durchaus bewusst und akzeptiere sie auch bewusst. Dann nehme ich die Folgen, sei es eine Verschlechterung meines Gesundheitszustandes oder auch mein Ableben, bewusst in Kauf. Ich akzeptiere diese Folgen dann als den Weg, meine Lernaufgaben zu erfüllen. Ich glaube daran, dass die Seele sich eine oder mehrere Lernaufgaben für den Aufenthalt in einem Körper vorgenommen hat. Diese Lernaufgaben werden auf jeden Fall in dem Leben abgearbeitet. Die Seele kann dies auf verschiedenen Ebenen tun. Sie kann das auf der spirituellen Ebene erledigen, auf der geistigen oder auf der körperlichen Ebene (zum Beispiel anhand von Krankheiten) oder sie kann das auch im Außen in Form von Projektion tun. Auf die Wahl der Ebene – so glaube ich – haben wir einen beschränkten Einfluss. Je nach Leidensfähigkeit und Reflektion kann auch zwischen den Ebenen gewechselt werden. Das Ziel ist dabei am Ende dasselbe: Ganz werden. Oder wie die Gestalt-Theorie besagt: alle Kreise werden am Ende geschlossen sein.
        Ich möchte jetzt hier nicht in die Theorie der Psychologie abschweifen. Das würde zu weit führen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich den Eindruck habe, dass du meine Worte hier wohl etwas, na sagen wir mal, „fehlinterpretiert“ hast 😉

  • Möglich ist das, dass ich etwas fehlinterpretiert habe, doch hab ich mich auch auf deinen ersten Beitrag bezogen wo du dies erwähntest, mein ich. Du kannst gern in Theorien der Psychologie abschweifen, also so generell mein ich, unabhängig von diesem Beitrag, ich interessier mich für Psychologie. Auch worum es sich bei der Gestallt-Theorie handelt. (gern an anderer Stelle).

  • Diese Aussage hat mich seit gestern beschäftigt: „Steht es mir denn zu, in einer Demokratie den Willen der Mehrheit zu ignorieren? Sollte ich nicht in meinem Alter so weise sein, mich und meine persönlichen Befindlichkeiten hint an zu stellen und die demokratische Entscheidung der jüngeren Generation zu respektieren?“

    Und ich bin zu einer klaren Erkenntnis gekommen: Zu einer Demokratie gehört weit mehr, als die Tatsache, dass in irgendeiner Form über etwas abgestimmt wird. z.B. eine vernünftige Auswahl an Möglichkeiten, eine faire und ausgewogene Information, und am wichtigsten: Eine völlig freie und unbeobachtete Entscheidungsmöglichkeit.

    Ausgewogene Information: Gib es nicht, sondern Propaganda nach dem Lehrbuch + Zensur von abweichenden Meinungen.
    Auswahl an Möglichkeiten: Gibt es nicht, es wird exakt eine „Lösung“ präsentiert, viele andere Optionen stehen nicht zur Wahl.
    Freie Entscheidungsmöglichkeit: Für die wenigsten Menschen vorhanden, die meisten werden massiv genötigt (Existenzverlust/Jobverlust etc.).
    Unbeobachtete Entscheidungsmöglichkeit: Nicht vorhanden, die Entscheidung wird in Datenbanken gespeichert und muss bei jeder Gelegenheit vorgezeigt werden.

    Fazit: Das was als „Mehrheitsentscheidung“ erscheint hat absolut nichts mit Demokratie zu tun. Freunde von Demokratie müssen also keinerlei innere Konflikte haben, weil sie mit der angeblichen „Mehrheit“ nicht übereinstimmen. Denn diese „Demokratische Mehrheit für etwas“ gibt es nicht.

  • Ich weiß nicht, ob die Menschen mehrheitlich für einen Great Reset sind, wie du es zu Beginn oben erwähnst. Ein Mensch kann ja nur dann eine wahrhaftige Entscheidung treffen, wenn er alles dazu weiß, wenn er versteht um was es geht. Dies trifft auch auf ganz viel anderes zu. Für mich bedeutet das aber auch, dass durch unterdrückte Informationen, sei es zum Thema der alleinig Menschen gemachte Klimawandel, die E-Mobilität, usw. usf., keine freie, echte, wahrhaftige Wahl getroffen werden kann. Somit sind dann auch die Entscheidungen der „Mehrheit“ nicht demokratisch. Sie sind unfrei oder unwahr getroffen worden. Oft bezeichne ich mich aus der „Zeit gefallen“. Ich komme und das obwohl ich ein „flexibler“ und „moderner“ Mensch bin, mit dem Ganzen „da draußen“, nicht mehr gut zurecht. Bin ich deshalb ein „ewig gestriger“? Nein, ich denke nicht. Du bis es auch nicht. Du bist, ziemlich sicher, ein Mensch, welcher noch mit tief verankerten wertvollen Werten und nicht mit hohlen Phrasen aufgewachsen ist. Es würde den Menschen gut tun, langsamer aber dafür aufmerksamer durch das Leben zu gehen oder sich Zeit zu lassen, bevor man mit der neuesten Technik, mit den neuesten vorgegebenen Gesellschaftsregeln um die Wette läuft. Wir Menschen neigen dazu, uns einer Gemeinschaft oder einer Mehrheit anzupassen. Dafür kamen wir aber nicht auf die Welt. Wir kamen als Individuum auf die Welt, mit eigenem Willen, mit eigener Persönlichkeit, mit eigenen Stärken und Schwächen. Eine gesunde Gesellschaft achtet den einzelnen Menschen und fährt nicht drüber, schätzt seine Meinung und seine Werte. Es ist nicht demokratisch (was auch immer dies in den unterschiedlichsten Definitionen bedeutet, über das Individuum im Kollektiv zu entscheiden. Zumal, das Kollektiv so stark und gesund ist, wie jedes einzelne Individuum selbst. Ich bin mir sehr sicher, dass du ein „ganz normaler“ Mensch (im Sinne der Natur und des Ganzen, nicht im Sinne der verblödeten Gesellschaft) bist und ein wertvolles Wissen in dir trägst. Entscheide du für dich, mit deinen Liebsten gemeinsam. Schöpfe dein Leben, nach deinen ganz sicher wunderbaren Werten. Dieses dann zu achten, liebe Zenzi, ist die Aufgabe des Kollektivs. Abschließend… Demokratie – ein Wortgebilde was Menschen erschaffen haben, um andere Machtstrukturen zu diffamieren und sich selbst als freiheitlich zu benennen. Nicht mehr, nicht weniger. Herzliche Grüße 😉

    • Eine sehr bedenkenswerte Antwort, lieber Peter. Vielen Dank! Da mein Blog-Eintrag jetzt schon einige Zeit zurück liegt, musste ich, um den Anschluss zu finden, nocheinmal den gesamten Zweig durchlesen, was auch sehr aufschlussreich war, denn inzwischen ist schon wieder sooooo viel geschehen.
      Im Moment sehe ich meine tatsächlichen Entscheidungsmöglichkeiten immer mehr dahin schwinden. Wenn uns die WHO tatsächlich einen von allen Ländern zu achtenden und über allen nationalen Verfassungen und Grundgesetzen stehenden Fahrplan für eine mögliche nächste Pandemie aufdrückt, gibt es ja überhaupt keine demokratische oder anderweitige Möglichkeit mehr, sich dagegen zu stellen, da dann alle Grundrechte für das Individuum ausgeschaltet werden. Da es auf der Welt praktisch keinen Staat mehr gibt, der der WHO nicht angehört, gibt es auch kaum ein Entkommen. Da bliebe dann nur, einen neuen Staat zu gründen, der kein Mitglied der UN und damit automatisch der WHO ist.
      Ist es eigentlich möglich, einen Staat ohne Territorium zu gründen? Vielleicht sollten wir uns alle zusammen tun und einen digitalen Staat gründen?
      😉

      • Nach der Definition „Staat“ ist das sicher nicht möglich, zumindest würde es nie und nimmer anerkannt werden, was ich sehr schade finde. Die sogenannten Reichsbürger erkennen ja beispielsweise die BRD nicht an und dies auch durchaus nachvollziehbaren Gründen. Aber haben sie Recht? Wir bräuchten ein Territorium was groß genug ist, um gewisse Strukturen zu schaffen. So zB bräuchte es Infrastruktur, Platz für eine gewisse Größe von Handel, usw. usf.
        Leider ist es tatsächlich so, dass alles was nun passiert, nicht überraschend kommt. Es hat sich lange angebahnt. Die Gesellschaft hat leider nicht aufgepasst und zumindest 2 Generationen Menschen, sind in gut getarnten Lüge aufgewachsen. Für diese Menschen ist diese Lüge eine Wahrheit. Nun, wir befinden uns faktisch und quasi gesehen, im 3. Weltkrieg. Finanziell, kommunikativ und nun auch verstärkt mit Waffen. Der einfache „wache“ Mensch ist da alleine tatsächlich hilflos. In der Maße aber nicht. Was es aber braucht um den Wahnsinn in einer für mich „virtuellen“ oder „Schein“- Realität, so nenne ich das was da draußen passiert, ist ein wachsendes Bewusstsein. Auch braucht es ein gestärktes Selbstwertgefühl und den Mut, Eigenverantwortung zu übernehmen. Es braucht noch mehr… Liebe Zenzi, wenn ich einen „schnellen und guten“ Ausweg aus dieser Sackgasse wüsste, ich würde alle zu einem Café und Tee, Whisky und Bier einladen. Ich glaube zutiefst, dass den oberflächlichen Menschen, welche Menschlichkeit zwar dem Hören nach kennen aber nicht leben, die Zeit davon läuft. Die Menschen aber, welche sich mit dem Ganzen verbunden fühlen und dies auch leben (auch mit Fehlern und Schwächen – wer ist schon perfekt), werden sich sicher irgendwo in einer wahrhaftigeren Realität treffen. Anmerkung zum Schluss… ich mag deine Art zu denken und zu fühlen. Danke dafür.

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